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„Die Nimmersatten“

Die Wahrheit über das System von ARD und ZDF

Deutschland leistet sich das teuerste öffentlich-rechtliche Rundfunksystem der Welt. ARD und ZDF leben mit einem Gebührenaufkommen von sagenhaften 7,5 Milliarden Euro in einem wirtschaftlichen Wolkenkuckucksheim. Und ab 1. Januar 2013 gibt es statt der Rundfunkgebühr eine als Haushaltsgebühr getarnte ARD/ZDF-Steuer. Dann gibt es kein Entkommen mehr, egal ob der Bürger die Medienangebote der Anstalten überhaupt nutzt.

Die ARD-Filmtochter Degeto hat „aus Versehen“ für zahlreiche Gebührenmillionen viel zu viele Filme produziert. Das Fernsehballett des MDR schwingt das Tanzbein zum Geburtstag des tschetschenischen Machthabers in Grosny. Die ARD kauft die Bundesligarechte für eine neue Rekordsumme, obwohl sich Kosten nur zu einem geringen Teil durch Werbung refinanzieren lassen. Wie eine Krake umschlingen die Anstalten mit immer neuen Angeboten das Internet. So etwas geschieht nur, wenn Geld keine Rolle spielt.

Doch es geht nicht nur um die Verschwendung von Gebühren. ARD und ZDF machen durch immer neue Finanz- und Korruptionsaffären von sich reden. So verkaufte die NDR-Fernsehspielchefin Doris Heinze und ihr Mann unter Pseudonymen eigene Drehbücher an sich selbst. Ein Herstellungsleiter beim Kinderkanal schaffte mit seinen Komplizen jahrelang Millionen auf Seite ohne, dass es einem der Kontrolleure aufgefallen ist. Beim MDR macht der langjährige Fernsehunterhaltungschef Udo Foht jahrelang undurchsichtige Geldgeschäfte mit dem Briefpapier des Senders. Und die Politik? Die Kontrolleure aus den Parteien versagen. Sie sehen ARD und ZDF als ihr Eigentum. Wenn es um Parteiinteressen geht, greifen sie gerne selbt zum Hörer, um Einfluss zu nehmen. Ihr liebstes Programm: sich selbst auf dem Bildschirm zu sehen.

Die Skandale um Misswirtschaft, um kriminelle Machenschaften und Vetternwirtschaft, der politische Filz, überflüssige Sender und ungehemmte Online-Expansion haben das Vertrauen der Bürger zutiefst erschüttert.
Das Buch "Die Nimmersatten" wirft einen persönlichen und ungeschminckten Blick hinter die Kulissen von ARD und ZDF. Der Autor gibt Einblick in das aufgeblasene und ineffiziente System der Nimmersatten und zeigt einen radikalen Ausweg aus dem (Rundfunk)-Staat im Staate auf. Besseres Fernsehen für weniger Geld.

Buchpräsentation in Berlin

Bei der Buchpräsentation in Berlin (v.l.n.r.): Gerhard Zeiler (President Turner Broadcasting), Hans-Peter Siebenhaar, Ralph Kotsch (Vize-Chefredakteur Berliner Zeitung), Felix Rudloff (Geschäftsführer Bastei-Lübbe)

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Kommentar von Thomas Lückerath, Chefredakteur des Online-Fachdienstes DWDL |

Schöne Bescherung zum Fest: Im November bringt der Kölner Eichborn-Verlag, eine Tochter der Verlagsgruppe Lübbe, ein Buch des langjährigen "Handelsblatt"-Medienexperten Hans-Peter Siebenhaar in den Handel. Die Überschrift des Sachbuchs gibt die Richtung vor: "Die Nimmersatten: Die Wahrheit über das System ARD und ZDF" wird eine Abrechnung. Wer Siebenhaar kennt, der weiß, dass es ein Buch ohne doppelten Boden und Kindersicherung wird. Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender leben in einem "wirtschaftlichen Wolkenkuckucksheim", so Siebenhaar zur Ankündigung des Buches, welches mit seinem Erscheinen im November auch rechtzeitig zur Einführung der neuen Haushaltsgebühr am 1. Januar 2013 kommt.

In Siebenhaars Buch soll es um die zahlreiche Verschwendung von Gebührengeldern gehen. Die Skandale um Misswirtschaft, um kriminelle Machenschaften und Vetternwirtschaft haben das Vertrauen der Bürger zutiefst erschüttert, glaubt der geschätzte Medienjournalist. Das Buch werde daher einen Blick hinter die Kulissen von ARD und ZDF werfen undd einen Einblick "in das aufgeblasene und ineffiziente System der Nimmersatten" bieten. Doch Hans-Peter Siebenhaar verspricht noch mehr: Einen radikalen Ausweg aus dem Rundfunk-Staat im Staate. Ob das gelingt, wird man sehen. Aber angesichts der Fachkenntnis des Kollegen dürfte das Buch der Medienbranche und Medienpolitik zumindest Gesprächsstoff liefern.

Kommentar von Standard.at |

Hans-Peter Siebenhaar, Medienredakteur des deutschen Handelsblatt, analysiert die deutschen Gebührensender ARD und ZDF. Vieles, was er an den "Nimmersatten" kritisiert, klingt vom ORF geläufig: Politeinfluss, üppige Verwaltung und Kosten über dem Wettbewerb.

Siebenhaar streift auch den ORF, dessen General Wrabetz er als "drittwichtigsten Mann in Österreich" sieht; die Position mache ihm höchstens der Krone-Chef "streitig". Der Befund: "Unzählige öffentliche Auseinandersetzungen haben gezeigt, wie sehr der ORF von den Parteien durchsetzt ist." Und: "Die Rechnung begleicht der Gebührenzahler."

Kommentar von Gabriele Lorenz-Schayer |

Ihr Buch war für mich wie ein Krimi und ein flash-back, denn ich habe bis Ende 2011 in der WDR mg das Produktmanagement des licensing geleitet. Sie schreiben interessante Dinge! Hervorragend, dass jemand, der die Szene kennt, die Chuzpe hat, seine Sichtweise "unverblümt" aufs Papier zu bringen.

Kommentar von Harald Simon |

Vielen Dank für Ihr Buch. Ich habe es am Stück durchgelesen und hoffe, viele andere Menschen tun dies auch.